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Die meisten Autofahrer wollen sich mit dem Thema „Reifen“ nicht befassen, denn ob abgefahren oder nicht, Reifen sind und bleiben rund und schwarz! Nur wenige stellen dezidierte Anforderungen an die Bereifung ihres Fahrzeugs, aber dies sollte Jeder tun! Fast alle bisher in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge haben mehrere Reifen- und Rädergrößen eingetragen. Je nach Modellausführung werden daraus Kombinationen werksseitig montiert. Die Auswahl des Herstellers der montierten Reifen und Räder obliegt ausschließlich und ohne Einflussmöglichkeit des Kunden dem Automobilhersteller, bestenfalls lässt sich bei Einigen zwischen Sommer- oder Winterbereifung wählen. Unabhängige Testberichte bescheinigen dem einen Reifen das Prädikat „Besonders empfehlenswert“, dem anderen „Bedingt empfehlenswert“. Sie bewerten beide Reifen nach bestimmten Kriterien, z.B. Kurvengrenzgeschwindigkeit, Lastwechselreaktion, Fahrzeit auf einem Rundkurs nass und trocken, beladen und leer etc. Eine Gesamtbenotung ist deshalb für sich allein nicht aussagekräftig genug. Der eigene Anspruch sollte hier klar als Kriterium dienen. Wenn ich als Kunde nun einen Neuwagen kaufe muss ich jene Reifen fahren, welche der Hersteller montiert hat oder aber andere kaufen. Wenn Reifen einen aber -wie von der Industrie behauptet und von Test-/Sportfahrern bestätigt- eklatanten Einfluss auf das Fahrverhalten haben, warum kann ich dann beim Neuwagenkauf nicht wählen oder aber mich entsprechend beraten lassen? Denn die Wahl des richtigen Reifens ist abhängig von meiner Anspruchshaltung. Autokäufer sind individuell, sie sind jung, aggressiv, dynamisch, ängstlich, Vertreter, Ruheständler, Familienmenschen. Der Autohersteller wirbt überzeugend, das eine korrekte Reifenberatung angeblich nur im Autohaus erfolgt! In der Erstausrüstung aber hat der Kunde nicht die Möglichkeit der so wichtigen individuellen Beratung und der daraus folgenden Auswahl. Es gibt sicherlich logistische Probleme wenn man täglich mehrere tausend Autos produziert, verschiedene Reifen zu montieren. Wenn ein neues Fahrzeug übernommen wird, ist der Eindruck generell positiv, da die Kaufentscheidung bestätigt sein möchte und das Fahrzeug wirklich „gut“ ist. Aber ist es gut „genug“? Sie gewöhnen sich an die Außenmaße des Autos, das Motorengeräusch, das Brems- und Kurvenverhalten. Ein testen unterschiedlicher Reifen ist nicht möglich und sicherlich auch nicht nötig, da kein Hersteller wirklich „schlechte“ Produkte montiert. Wenn allerdings die Nachrüstung ansteht, stellen sich plötzlich Wünsche an die Bereifung ein, die durch lesen diverser Testberichte geweckt werden. Wenn sie also ein für sie interessantes Angebot gefunden haben, sollten sie sich informieren, ob die Wahl die richtige ist, denn bezahlt ist bezahlt, und zweimal billig kaufen ist sicherlich deutlich teurer als einmal preiswert! Nehmen wir die derzeit attraktive Reifengröße 205/55R16: Diese wird unter anderem montiert auf folgende Fahrzeuge: Alfa 166,
Welche
Bereifung bringt welche Vorteile und Nachteile? jetzt kommen die Wünsche des Kunden, welche dieser oft nicht klar definieren wird, denn nur selten sind ihm die Zusammenhänge klar. Wünsche ergaben sich durch visuelle Erlebnisse anlässlich der Fahrzeuge von Bekannten oder Pressebilder diverser Tuner, eventuell auch durch Besuche bei Tuning-Events und das lesen einschlägiger Testberichte. Nicht alles dort Vorgestellte ist praktikabel, nur ein intensives Beratungsgespräch kann dafür sorgen, das für Kunden und Händler ein vernünftiger Kompromiss gefunden wird und sich eine dauerhafte Geschäftsbeziehung manifestiert, in der man einander vertraut und reklamationsfrei miteinander arbeiten kann. Mit den seit Herbst 2005 erstmals gültigen neuen EU KFZ - Papieren (Zulassungsbescheinigungen Teil 1 und 2) stellen sich weitere Herausforderungen: Es ist im mitzuführenden Teil 1 nur noch eine Reifengröße oder - Kombination unter Punkt 15.1 und 15.2 vermerkt, diese ist allerdings nicht zwangsläufig identisch mit der auf dem Fahrzeug befindlichen Bereifung! Weitere Möglichkeiten der Bereifung befinden sich in der Zulassungsbescheinigung Teil 2 unter Ziffer 23 oder 25. Diese allerdings soll nicht mitgeführt werden! Falls nun eine weder in Teil 1 noch in Teil 2 eingetragene Rad/Reifenkombination gewählt wird, ist diese zukünftig nicht in die Zulassungsbescheinigung Teil 1 ( früher KFZ - Schein) eintragungsfähig. Wenn zukünftig anlässlich einer Verkehrskontrolle die Bereifung beanstandet werden sollte, so muss der kontrollierende Beamte dir Nichtzulässigkeit nachweisen! Es kommt also etwas auf den Reifenmarkt zu, was für mancherlei Überraschung sorgen wird. Da wir uns bereits seit längerem mit diesem Thema befassen, können wir auch Ihnen zukünftig den bisher gewohnten Service der Sondereintragung mit allen Konsequenzen bieten! Autor:
Hans-D. Häuber
Was ist eigentlich, das
,,Fahrwerk" ? Stoßdämpfer und Federn? Nur Federn? Nur Stoßdämpfer? Das Fahrwerk besteht aus allen Komponenten, welche die Verbindung zwischen dem Karosseriekörper und der Bereifung herstellen. Dazu gehören auch die Stabilisatoren, Querlenker, Spurstangen, Kugelköpfe und alle Verbindungselemente und –Gummis. Nur eine wohldurchdachte Änderung einzelner Komponenten, welche verschiedene Prüfkriterien erfüllt haben, sollte hier zum Einsatz kommen. Wenn nach 2.500 Kilometern Seeweg der Federnsatz für 75,-- Euro incl. Mehrwertsteuer angeboten wird, sollte man sich nicht scheuen, die Qualität des Produktes für unsere Einsatzbedingungen zu hinterfragen oder gar in Frage zu stellen! Arrivierte Produzenten sind beim Fachhandel bekannt und garantieren dafür, dass die gewünschten Veränderungen a) von Dauer und b) ohne Reklamationen verbaut werden können. Tieferlegen, eine Maßnahme, welche den Fahrkomfort mindern kann aber nicht in jedem Falle auch mindern muss, je nach Federausführung und dem verbleibenden Restfederweg. Wenn beim Kurven fahren die kurvenäußere Fahrzeugseite belastet und die kurveninnere Seite aus den Federn gehoben wird, so ist damit das Zusammenspiel von Feder und Dämpfer schon klar: eine stärkere und kürzere Feder verhindert das eintauchen, ein in der Zugstufe verstärkter Dämpfer verhindert das ausheben des Fahrzeugs. Beide Komponenten müssen soviel Toleranz lassen, dass in keiner Situation ein Rad die Bodenhaftung verliert, da ansonsten das Fahrzeug instabil wird und eine zumindest missliche Situation die zwangsläufige Folge ist. Ist ganz tief nun ganz toll? Auf der Rundstrecke mit einem entsprechenden Straßenbelag sicherlich, auf öffentlichem Straßenland mit Bodenwellen und Schlaglöchern sicher nicht, deshalb ist ein Kompromiss Optik/Technik anzustreben, welchen Laien mit einem Fachberater erörtern sollten. Keilform ist derzeit Mode, d.h. hinten hoch und vorne tief; Techniker sehen diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen, kann doch das stark veränderte Fahrverhalten nur mit großer Übung beherrscht werden, welche aufgrund der Verkehrsdichte vielen Fahrern fehlt. Sind die Verbindungs- und Lagergummis in der Lage, die deutlich erhöhten Drücke auf Dauer abzufangen oder reißen sie? Können die Federbeindome die harten Schläge abfangen? Ist eine Domstrebe vonnöten, um die Kräfte eines Rades zum Teil auf das andere Rad zu übertragen? Muss der Stabilisator größer dimensioniert werden? Alle diese und weitere Fragen beantwortet der gut geschulte Fachhandel, nicht der Katalog! Jeder Eingriff in das Fahrwerk erfordert ein Neujustierung der Achsgeometrie, bekannt als Achsvermessung. Hierbei kann auch Einfluss genommen werden auf das Fahrverhalten! Z.B. erhöht ein negativer Sturz die Kurvengrenzgeschwindigkeit, die Spureinstellung eröffnet differenzierte Möglichkeiten wie hohe Endgeschwindigkeit oder ruhigen Geradeauslauf. Der selten zu Ende gedachte Einfluss des Luftdruckes sorgt in Verbindung mit vorgenannten Maßnahmen für ein Über- oder Untersteuern des Fahrzeugs. Autor: Hans-D.Häuber
Technisch gesehen machen Alu-Räder Sinn! Sie haben ein geringeres Gewicht als Stahlräder mit den gleichen Abmessungen, vermindern also die ungefederte Masse (das ist die Masse, welche unterhalb der Stoßdämpfer angeordnet ist) und sorgen dadurch für erhöhten Komfort und verringerten Verschleiß, z.B. der Radlager und der Dämpfer. Was uns auch als „normale“ Autonutzer zugute kommt, sind die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, welche die Aluminiumlegierungen bieten. Drei-Speiche bis Kreuzspeiche, Flächen- oder Lochdesign, fast alles ist möglich und gestattet außerdem einen extrem sauberen Rundlauf durch exakten Gegendruckguss des Rades und einer anschließenden Wärmebehandlung bei den arrivierten Herstellern. Innovativ ist das so genannte „Abstreckverfahren, wo ein Rad beispielsweise in der Dimension 5,5x18 gegossen wird und anschließend über einen Kern auf 8,5x18 ausgewalzt wird. Hohlspeichenräder durch drehverschweißen sind eine weitere Möglichkeit, Aluräder leichter zu machen. Neueste Technologie ist die Verbindung eines angewalzten Felgenhornes durch Laserschweißen, was den Vorteil nochmals geringeren Gewichtes mit sich bringt, da die dynamischen Massen durch das nun hohle Felgenhorn erheblich gesenkt werden. Tolle Farben, polierte Flächen und Beschichtungen sind Möglichkeiten, um aus einem Auto ein persönliches Unikat zu gestalten. Allerdings gibt es –wie bei allen Produkten- im Alu-Radbereich riesige Qualitätsunterschiede und auch Nachbauten bekannter, hochwertiger Hersteller! Schon die erheblichen Preisunterschiede bei sehr ähnlichen Rädern machen eine fundierte Beratung des Kunden nötig, um unliebsame Überraschungen im nachhinein zu vermeiden. WER NUR DEN PREIS SIEHT, ZAHLT ZWEIMAL !! Wenn man weiß, dass die Gießform –Kokille- für nur ein Rad € 30.000,-- bis 45.000,-- kostet, bekommt man ein Gefühl für die riesigen Investitionen eines renommierten Herstellers! Die Erstellung einer ABE erfordert nochmals ca. € 5.000,-- sowie einen hohen Material- und Zeitaufwand. Bei den „günstigen“ Angeboten ist oftmals der erste Wintereinbruch mit seinem Granulat das letzte Schönheitserlebnis, der Lack platzt ab und die Investition war für die Katz! Biegefestigkeit, Rundlauf und Strukturfestigkeit sind Punkte, welche bei einigen Herstellern gerade den Mindestanforderungen entsprechen und in Extremsituationen keinerlei Reserven bieten. Auch ist nicht jedes Rad auf jedem Fahrzeug nutzbar; Breite, Durchmesser, Radlast und Bremssattelkontur werden durch das Fahrzeugmodell bestimmt und dem muss der Radhersteller Rechnung tragen, eventuelle Karosserieretuschen bis zum Aufweiten Derselben sind oftmals unumgänglich! Dies zu vermitteln zeichnet den Fachhandel aus, denn Kataloge werden die Antworten der Kundenfragen niemals wissen!
Dies ist der derzeitige
Stand, so starten wir in die Zukunft! Scholz Tuning GmbH
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